Sprachkonzept

1. Motivation
1.1. Freude an der Fremdsprache
Die Kinder sollen Spaß an der Fremdsprache entwickeln. Dadurch wird ihr Interesse am
Leben in anderen Kulturen geweckt. Andere Sprachen und Kulturen zeigen eine neue
Art zu denken. Dieses fördert die Kinder in ihrer Kreativität und Sorgfalt und ermöglicht
auch bessere Gedächtnisleistungen.
1.2. Einlassen auf die Fremdsprache
Sich auf eine neue Sprache einzulassen, ist eine wichtige Grundlage frühen
Fremdsprachenlernens. Je jünger die Kinder sind, umso leichter fällt es ihnen. Sie gehen
selbstbewusster und mit weniger Scheu an eine ihnen unbekannte Sprache heran als
ältere Kinder.
1.3. Sprache im Alltag
Kinder von heute wachsen in eine Gesellschaft hinein, die ganz selbstverständlich mit
unterschiedlichen Sprachen in ihrer Umgebung umgeht, sei es in der Stadt, in
Kindergarten und Schule, sowie in der eigenen Familie. Sie lernen durch Fernsehen und
Reisen schon früh andere Kulturen und Sprachen kennen und alle, die mit Kindern zu tun
haben, fragen sich, wie sie Kinder auf ihr Leben in dieser mobilen und internationalen
Welt vorbereiten können.
1.4. Soziales Lernen in spielerischem Kontext
Die Kinder lernen spielerisch viele soziale Interaktionen kennen, beispielsweise sich zu
begrüßen oder auch etwas einzukaufen oder zu bestellen. Sie lernen es, flexibel zu
denken, suchen alternative Lösungen und versuchen, sich stärker in andere
hineinzuversetzen, die die Sprache nicht so gut verstehen wie sie. Das Lernen der
Fremdsprache findet im Klassenverband statt, so dass das gemeinsame Lernen in der
eigenen Klasse wichtig wird.

2. Spielerisches Lernen
Methoden sollen Kinder zum Handeln bringen. Das Spiel bietet dazu die besten Möglichkeiten.
2.1. Sprachspiele
Durch verschiedene meistens aus dem Deutschen bekannte Spiele, lernen die Kinder die
Fremdsprache zu nutzen.
2.1.1. Kimspiele „odd one out”
2.1.2. „Ich sehe was, was du nicht siehst” „I spy”
2.1.3. „Simon says”
2.2. Bildkarten und Geschichtenkarten (story cards)
Die Bild- und Geschichtenkarten sind ein wichtiges Mittel im frühen
Fremdsprachenunterricht. Sie dienen der bildlichen Verankerung im Sprachgedächtnis
und bieten vielfältige Möglichkeiten zur Rekonstruktion längerer Geschichten. Die Kinder
erfassen so Neues mit verschiedenen Sinnen.
2.3. Brettspiele, Gesellschaftsspiele
2.4. Bewegtes Lernen
Wortschatz und Bewegung werden eng miteinander verknüpft.
2.5. Mitmachgeschichten und -lieder
Die Kinder erfahren durch Mitmachgeschichten, dass sie in der Fremdsprache
handeln können. Die Bewegung gemeinsam mit der Lerngruppe gibt ihnen
Sicherheit.
2.6. Reime
So wie beim Erweb der Muttersprache sind Reime in der Fremdsprache eine
wichtige Gedächtnisstütze.
2.7. Lernstationen
2.8. Rollenspiele
Kinder haben Freude an der Imitation und wenden neue Redewendungen in
Rollenspielen an.

3. Hörverständnis
Das Hörverständnis dient als Grundlage für eigene spätere sprachliche Produktionen und eigene aktive Äußerungen.

4. Einbeziehung vieler Sinne
Die Einbeziehung vieler Sinne sollen das Kind in seiner Ganzheit ansprechen. Sie sollen dazu verhelfen, dass das Kind mit allen Sinnen lernt. Dadurch wird eine Verankerung im Langzeitgedächtnis erzielt.

5. Ganzheitliches / Fächerübergreifendes Lernen
Der frühe Fremdsprachenunterricht nutzt altersgemäße psychische und physische Eigenschaften des Kindes wie Neugier, Wissbegierde, Kommunikationsbedürfnis, Bereitschaft und Fähigkeit zur Nachahmung sowie Artikulationsfähigkeit, bietet dem Kind eine zusätzliche Möglichkeit, sich vielseitig zu entwickeln, fördert eine positive Einstellung des Kindes zu Fremdsprachen, gibt dem Kind die Möglichkeit, sich ganzheitlich mit einer Fremdsprache zu befassen, hat günstige Auswirkungen auf das Lernen im Allgemeinen.

6. Portfolios (Wortschatz, Bilder)
Hier „sammeln” die Kinder den gemeinsamen erarbeiteten Wortschatz in bildnerischer Form, gestalten dies selbst und erfahren so ihren eigenen Lernfortschritt. Dieses motiviert zu weiterem Lernen und ermöglicht jedem Kind einen individuellen Lernweg zu finden.

Sprache in der Grundschule ist NICHT:
o Vokabeln und Grammatik „pauken”
o Sprachzwang
o Übersetzungen